Spielmechaniken (Diablo 3)
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Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Archiv-Artikel, da das vorgestellte Feature entweder entfernt oder zum grössten Teil geändert wurde.
Die
Spielmechaniken in
Diablo 3 sind die Kern-Gameplay-Regeln. Sie umfassen zahlreiche Facetten des Gameplays, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Spiel-Engine, Charakterentwicklung, Gegenstände, Fertigkeiten, Kampf, Tod, NPC-Interaktion und kooperatives Spiel mit anderen Personen. Das Hochleveln von Spielcharakteren, der Erwerb besserer Spielgegenstände, die Anwendung immer mächtiger werdender Fähigkeiten und das Zusammenspiel mit anderen Menschen zum Schlachten hunderter Dämonen und Untoter sind das Markenzeichen der
Diablo-Reihe und einige der eindrucksvollsten Merkmale des Spiels.
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Spiel-Engine
Blizzard hat für Diablo 3 eine eigene Spiel-Engine entwickelt. Ursprünglich verwendete man die Physik-Engine vom Havoc, aber schliesslich entschied man sich doch für eine Eigenentwicklung, so dass man wirklich alles damit anstellen kann. Diese neue Engine ermöglicht, dass z.B. Monster wie Stoffpuppen herumfliegen und dabei manchmal witzige und epische Momente schaffen. Darüber hinaus stellt sie eine zerstörbare Umgebung zur Verfügung. Es wurden bereits Beispiele gezeigt, wo Wände Zombies erschlugen oder ein herabfallender Kronleuchter Skelette tötete. Die Spieler werden in der Lage sein, mit ihrer Umgebung zu interagieren und mit deren Hilfe die Mächte der Hölle zu bekämpfen.
Items und Inventar
Items
Diablo ist für seine Vielzahl Items bekannt. Die Gegenstände werden von den Monstern bei ihrem Ableben zufällig fallen gelassen (gedroppt). Diese Items umfassen u.a. Rüstungen, Waffen, Schriftrollen, Elixiere, Runensteine und Regenerationssphären.
Inventar
Das Design des Inventars war ursprünglich an das des Massively Multiplayer Online Games 'World of WarCraft' angelehnt, wo jedes Item unabhängig vom Typ einen Raum von exakt 1x1 Kästchen in der gerasterten Tasche belegt. Die Entwickler haben dann aber entschieden, doch etwas von Diablo 2's "Tetris-Inventar" wiederzubeleben. Es wurde aber betont, dass die Gegenstände künftig nicht mehr annähernd soviel Platz wie in Diablo 2 einnehmen und die Spieler daher keine Probleme werden, sie in den Taschen mit sich zu tragen. Die aktuelle Version des Inventars ist ein Raster, in dem die Items ein oder zwei Quadrate belegen.
Persönliche Schatzkiste
Es wird in Diablo 3 zwei persönliche Schatzkisten geben, die wie die in Diablo 2 funktionieren. Es wurde jedoch gesagt, dass jede Truhe erheblich grösser sein wird, fast zu gross. Eine wird charakterspezifisch sein und die andere eine Gemeinschaftstruhe für alle Charaktere eines Accounts. Das Vergrössern der Gemeinschaftstruhe wird Gold kosten.
Beute
Anstatt wie in Diablo 2 sämtliche Beute für alle Spieler frei zugänglich auf den Boden fallen zu lassen, werden Monster in Diablo 3 sie für jeden Spieler separat droppen, so dass nur er sie sehen und aufnehmen kann. Wenn ein Spieler einen Gegenstand annimmt und dann auf den Boden fallen lässt, kann jeder andere Spieler ihn auch sehen und aufheben.
Crafting (Handwerk)
Hauptartikel: Crafting
Das Craften (dt. Herstellen) von Gegenständen wird in Diablo 3 in Form dreier Artisanen zurückkehren. Jeder von ihnen wird seinen eigenen Beruf und seine eigene Spezialisierung haben. Wie auf der Gamescom 2010 erstmals gezeigt, können Spieler jetzt ihre eigene Ausrüstung mit Hilfe dieser Händler herstellen.
Der Schmied ist auf die Reparatur und den Verkauf von Gegenständen fokussiert, kann aber auch Rüstungen und Waffen für den Charakter anfertigen. Ausserdem kann er Items sockeln wie man es z.B. von der Quest Belagerung von Harrogath in Diablo 2 kennt.
Der Mystiker ist auf die Herstellung von Tränken, Schriftrollen, magischen Waffen wie Stäben und Zauberstäben, Runensteinen sowie Zaubern spezialisiert. Ausserdem kann er Waffen und Rüstungen verzaubern, die der Schmied hergestellt hat. Bisher ist nicht bekannt, ob der Mystiker diese Verzauberungen auch wieder entfernen kann.
Der Juwelier ist auf die Herstellung von Edelsteinen spezialisiert. Ausserdem kann er diese kombinieren, um höherwertige zu erschaffen. Diese Methode ist derzeit die einzige Möglichkeit, um an die besten Steine zu kommen. Ferner kann der Juwelier Edelsteine auch wieder aus den Gegenständen bzw. Sockeln entfernen, ohne sie zu zerstören.
Charakterentwicklung
Erfahrung
Eine der markantesten Mechaniken des Diablo-Franchise ist das Hochleveln des Spielcharakters durch wiederholtes Töten von computergesteuerten Gegnern. Der Charakter startet mit Level 1 und muss sich zunehmend schwierigeren Feinden stellen, um die Erfahrung auch weiterhin effektiv zu steigern. Sobald genügend Erfahrungspunkte gesammelt worden sind, steigt der Charakter einen Rang auf und erweitert seine Fertigkeiten, Attribute sowie die Auswahl möglicher Items. Nach jedem Levelaufstieg erhöht sich die Anzahl der für den nächsten Rang erforderlichen Erfahrungspunkte, so dass noch mehr Gegner getötet werden müssen. Leichtere Feinde fangen an, weniger Erfahrung zu geben und schwerere mehr. Das Töten vieler Gegner in schneller Folge gibt ausserdem einen Erfahrungsbonus.
Attribute
Hauptartikel: Charakterattribute
Diablo 3 hat ein neues, aus fünf Stats bestehendes Attribut-System: Angriff (Attack), Präzision (Precision), Vitalität (Vitality), Verteidigung (Defense) und Willenskraft (Willpower). Die Attribute werden automatisch erhöht wenn der Charakter im Rang aufsteigt. Eine individuelle Verteilung von Attribut-Punkten wie in Diablo 2 gibt es nicht mehr. Die Gegenstände in Diablo 3 werden keine Minimalanforderungen bezüglich Attributen mehr haben. Blizzard wies darauf hin, dass die Individualisierung der Stats künftig primär über die Items und das Talisman-System möglich ist.
Ferner sagten die Entwickler, dass es in Diablo 3 kein Attribut geben wird, mit dem ihr eure Trefferchance erhöhen könnt. Stattdessen haben die meisten "normalen" Attacken eine Chance von 95% zu treffen – nicht mehr und nicht weniger. An den restlichen 5% kann man wahrscheinlich weder mit Skills noch mit der Ausrüstung etwas ändern. Nur Angriffe, die viel Mana oder Zeit in Anspruch nehmen bzw. Flächenschaden anrichten, sollen mit 100%iger Sicherheit treffen.
Skillpunkte-Verteilung
Hauptartikel: Fertigkeiten-Fenster
Bevor es an dieser Stelle Änderungen gab, wurden die Fertigkeitspunkte wie in Diablo 2 verteilt, d.h. die Skills waren in Tiers (Ränge) unterteilt und setzten zum Erlernen bestimmte vorangehende Fertigkeiten voraus. Das Konzept wurde später verworfen und durch etwas ersetzt, das Blizzard als "Pool-System" bezeichnet. Ausserdem wurde eine Option zum Umskillen in Diablo 3 implementiert. Nach der Überarbeitung der originalen Skillbäume erlaubt das neue System dem Spieler nun, maximal sechs Fertigkeiten gleichzeitig zu besitzen, die über Runensteine weiter individualisiert werden können.
Fertigkeiten (Skills) und Kampf
Aktionsleiste
Anstelle des Tränkegürtels in Diablo 2 wurde in Diablo 3 eine Aktionsleiste (auch "Hotbar" genannt) hinzugefügt. Die Skill-Hotbar erlaubt dem Spieler künftig die fortlaufende Verwendung einer bestimmten Anzahl Fähigkeiten durch einfaches Drücken eines zugewiesenen Hotkeys. Die Aktionsleiste verwendet die Zahlentasten 1-5 für den Zugriff auf damit verbundene Fähigkeiten sowie Klicks der linken und rechten Maustaste, wobei statt Letzterem alternativ auch die Tabulator-Taste verwendet werden kann. Insgesamt können damit acht Fähigkeiten verwendet werden, ohne dass eine von ihnen ausgetauscht werden muss.
Ressourcen-Systeme
Anstatt wie in den vorherigen beiden Diablo-Titeln jeder Klasse nur Mana als Ressource zur Verfügung zu stellen, wird es in Diablo 3 5 verschiedene Ressourcentypen geben, die jeder Klasse einen einzigartigen Spielstil verleiht. Der Barbar beispielsweise muss seine Gegner angreifen um Wut (engl. Fury) zu gewinnen, eine Ressource die ihm den Gebrauch verschiedener Fertigkeiten gestattet. Wenn der Barbar eine Fähigkeit angewendet hat, wird eine bestimmte Menge Wut verbraucht. Die umsichtige Kombination von Fähigkeiten ist daher ein kritischer Faktor, damit der Barbar seine zerstörerischen Attacken aufrecht erhalten kann: der Spieler muss entscheiden, welche Fähigkeiten er gegen welchen Gegner verwendet.
Es wurde bereits bestätigt, dass der Hexendoktor die einzige Klasse sein wird, die Mana verwendet. Er startet mit einem vollen Mana-Pool und verbraucht feste Mengen Mana abhängig von der verwendeten Fertigkeit. Der Hexendoktor wird auf verschiedenen Wegen Mana wiedergewinnen können, entweder durch die Anwendung von Fertigkeiten wie Soul Harvest (aktiv) und Circle of Life (passiv) oder durch klassenspezifische Gegenstände.
Das Ressourcen-System des Zauberers trägt die Bezeichnung Arkane Macht (engl. Arcane Power). Es basiert auf einem festen Energiepool. Die maximale Menge in diesem Pool kann nicht erhöht werden. Die Energie wird bei der Anwendung von Zaubern verbraucht, regeneriert sich jedoch viel schneller als Mana.
Die Energiequelle für den Mönch ist der Geist (engl. Spirit). Das System basiert auf einem Gleichgewicht von Combo- und Nicht-Combo-Attacken. Combo-Attacken bauen den Geist auf, der dann vom Mönch für die Nicht-Combo-Fertigkeiten verwendet wird.
Das Energie-System für den Dämonenjäger ist bisher nicht final. Während der BlizzCon 2010 Demo wurde Mana als Platzhalter verwendet.
Runensteine
Hauptartikel: Runensteine
Runensteine werden in Diablo 3 die Runen aus Diablo 2 ersetzen und gänzlich anders funktionieren. Sie sind eine zufällige Beute, die es dem Spieler erlaubt, seine Fertigkeiten zu erweitern. Derzeit ist geplant, dass man die Runensteine für die verschiedenen Fertigkeiten ständig wechseln kann. Nicht bekannt ist, ob damit zusätzliche Kosten verbunden sind. Runensteine haben eine unterschiedliche Seltenheit.
Kampf
Die Kampfanimationen in Diablo 3 sind im Vergleich zu den beiden Vorgängern wesentlich länger, da jetzt 3D Grafiken anstelle von 2D Sprites verwendet werden. Das resultiert in weniger Skill-Spammerei und eventuell auch in Abklingzeiten für die Fähigkeiten, um einer grafischen Überlastung vorzubeugen.
Die Spielwelt
Interaktion mit NPCs
Ursprünglich waren Zwischensequenzen als Brücken für Konversationen zwischen Spielern und NPCs vorgesehen. Dieses Feature wurde jedoch verworfen und durch eine weniger einengende Dialog-Mechanik ersetzt. Der NPC spricht jetzt einfach seinen vorgesehenen Text, ohne das Spiel bzw. den Spielfluss zu unterbrechen. Je näher der Spieler am NPC steht, desto lauter hört er dessen Stimme. Das erlaubt es dem Spieler, bereits bekannte Dialoge zu überspringen, hält andere Spieler aber nicht davon ab, näher zu treten und zuzuhören. Die NPCs ändern ihre Dialoge ausserdem abhängig vom Charakter, den der Spieler spielt. Sie zeigen ihre Sympathie oder Antipathie sowie andere persönliche Noten mit Bezug auf jede Klasse.
Gruppen
Als kooperatives Spiel konzipiert, erlaubt Diablo 3 das Bilden von Gruppen, um gemeinsam durch das Spiel zu ziehen. Die Gruppen sind auf 4 Spieler begrenzt. Obwohl bisher nicht bekannt ist wie, hat Blizzard angekündigt, dass Gruppenmitglieder sich umgehend zusammenfinden können, um die übliche Wartezeit zu reduzieren.
Begleiter
Begleiter (engl. Followers) werden temporäre NPCs sein, die mit dem Spieler reisen oder kämpfen. Ein Beispiel dieser Begleiter konnte man im ersten Diablo 3 Gameplay Video sehen, wo zwei Bogenschützen dem Barbaren folgten und herannahende Feinde angriffen. Diese Begleiter unterscheiden sich von den anheuerbaren Söldnern in Diablo 2, denn sie sind lediglich eine kurzlebige Unterstützung im Kampf. Derzeit ist nicht bekannt, ob es auch in Diablo 3 Söldner geben wird und wie sie funktionieren werden.
Tod im Spiel
Sterbeanimationen
Sowohl die Monster als auch die Spieler werden spezielle Sterbeanimationen abhängig von den Umständen haben. Wenn ein Gegner von einem kritischen Schlag getötet wird, wird eine einzigartige Sterbeanimation abgespielt. Ist es physischer Schaden gewesen, explodiert er förmlich. War es Eis, zersplittert er in kleine Eisstücke. Kritische Treffer mit Feuerzaubern lassen den Feind in einem riesigen Feuerball aufgehen. Blitztreffer verursachen eine Explosion mit Teilen von denen Stromschläge ausgehen. Gift lässt den Feind in einem riesigen grünen Chaos explodieren. Arkanschaden schliesslich bewirkt, dass der Gegner in einer lila Wolke verdunstet.
Wenn ein Spieler durch ein Bossmonster stirbt, besteht die Chance, dass eine spezielle Sterbeanimation abgespielt wird. Im ersten Gameplay Video nahm beispielsweise das Siegebreaker Assault Beast den Barbaren in seine Klauen und biss ihm den Kopf ab. Danach wirft es den Torso quer über den Bildschirm.
Wiederbelebung
In Diablo 3 kann ein Charakter auf zwei verschiedene Arten wiederbelebt werden. Im Kampf verstorbene Charaktere werden am nächstgelegenen Checkpunkt wiederbelebt. Diese Checkpunkte tauchen öfters als Wegpunkte auf. Jeder Checkpunkt wird im Gegensatz zu den Wegpunkten beim Verlassen des Spiels jedoch wieder gelöscht. Lediglich die einmal erreichten und aktivierten Wegpunkte bleiben permanent gespeichert. Die zweite Möglichkeit der Wiederbelebung besteht im Gruppenspiel. Die Spieler in einer Gruppe sind in der Lage, sich gegenseitig wiederzubeleben. Ursprünglich war dazu mal ein Reagenz erforderlich gewesen, das jedoch entfernt wurde.











