Saison 4: Ein Rückblick

Die vierte Saison in Diablo 3 Reaper of Souls endet am 30. Dezember 2015, also einen Tag vor Silvester. Nach vier Monaten ist nun die erneute Jagd nach legendären Gegenständen und Platzierungen in den Bestenlisten geschafft. Zeit für einen kurzen Rückblick.

Saison 4 Ende

Doch was hat uns Saison 4 eigentlich gebracht? Haben die zahlreichen neuen Features, die mit Patch 2.3.0 Einzug gehalten haben, dazu geführt, dass Diablo 3 mehr Abwechslung für uns parat gehalten hat? Hat sich die nun auslaufende Saison im Gegensatz zu den vorherigen anders angefühlt?

Mit Patch 2.3.0 haben neben dem neuen Gebiet, den Ruinen von Sescheron, auch mittlerweile so vertraute Features wie Kanais Würfel und die Saisonreise Einzug gehalten. Außerdem gab es zahlreiche neue Kopfgelder im Abenteuermodus, vier neue Schwierigkeitsgrade und auch die Handwerksmaterialien wurden überarbeitet, nicht zu vergessen die neuen Sets für den Hexendoktor, den Kreuzritter und den Mönch.

Besonders Kanais Würfel hat natürlich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten ins Spiel, seine Ausrüstung individueller zu gestalten und auch einmal neue Ausrüstungskombinationen auszuprobieren. Doch hat dies auch für langfristigen zusätzlichen Spielspaß gesorgt?

Kanais Würfel

Aus persönlicher Sicht muss ich gestehen, dass es vor allem zu Beginn wirklich sehr reizvoll war, wieder von null anzufangen. Es gab keine sinnlosen Handwerksmaterialien mehr, Kanais Würfel brachte tatsächlich die Motivation, mal einige neue Sachen auszuprobieren, die neuen Sets wollten getestet werden und die Saisonreise hat schon dazu verlockt, mal zu schauen, welche Erfolge errungen werden müssen.

Reizvoll war es Anfangs auch, mit Hilfe des Würfels Portale in das Kuhlevel oder das Reich der Schätze zu öffnen, wenn man die Rinderbardike und den Flechtring erbeutet hatte und hierbei den Zeitpunkt selber zu bestimmen und nicht auf das zufällige Portal zu warten. Erfahrung, Gold, Legendaries – Alles war da. Die neuen Schwierigkeitsgrade brachten zu Beginn einiges an neuer Herausforderung und auch die störenden Nephalemprüfungen wurden nicht sehr doll vermisst.

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Letztlich, und das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, ist es aber einfach Diablo! Und Diablo ändert sich natürlich nicht einfach so mit der Veröffentlichung neuer Features. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gibt es nur noch wenige Herausforderungen zu bewältigen, die über das Absolvieren immer höherer Stufen von Großen Nephalemportalen hinaus gehen. Immerhin haben die Kopfgelder nun ebenfalls einen etwas größeren Sinn, da man dort notwendiges Handwerksmaterial farmen konnte. Doch hat man erstmal eine bestimmte Ausrüstungsstufe erreicht, bietet auch der Würfel kaum noch Möglichkeiten, diese zu steigern.

Die Saisonreise ist nett, aber mehr auch nicht. Die Erfolge, die man erringen kann, geschehen mehr oder weniger nebenbei und eröffnen einem keine neue Perspektive auf das Spiel oder geben einem Motivation, mal etwas anderes auszuprobieren. Hat man einmal den Großteil der Legendaries gesammelt, wird auch Kanais Würfel seinen Reiz verlieren. Und so gehts auf Qual 10 durch Diablo 3 oder durch die höchstmöglichen Nephalemportalstufen, um noch mehr aus der Ausrüstung herauszukitzeln und eventuell noch eine weitere Stufe zu schaffen.

So bleibt es erstmal dabei. Business as usual – neue Saison, neuer Start, ein paar Wochen intensives Spielen und dann warten wieder andere Herausforderungen. Warum aber auch nicht? Diablo 3 muss man ja auch nicht 24/7 spielen und für den Spaß zwischendurch mit Freunden war auch Saison Nummer 4 ein großer Spaß. So wird es wohl auch in Saison 5 oder 6 oder wie auch immer sein. Die neuen Features sind gut, bringen Spaß, aber ändern natürlicherweise nichts an den Grundprinzipien von Diablo 3. Und das ist eigentlich auch gut so!

Aber was denkt ihr über Saison 4? Wie habt ihr die neuen Features empfunden? Waren sie eine Bereicherung und haben euch mehr Motivation gegeben? Habt ihr länger als üblich im Saisonmodus eure Zeit verbracht und ungeahnte Paragonstufen errungen? Sagt es uns!