Rezension zu Diablo III: Sturm des Lichts von Nate Kenyon

Von Amalindis

Im jüngsten Roman zur Diablo III Reihe beschreibt Nate Kenyon die Ereignisse nach dem Ende von Diablo III und schließt damit den Bogen zur ersten Erweiterung Reaper of Souls. Sturm des Lichts erschien am 17. Februar 2014 in der deutschen Version als Hardcover beim Panini Verlag. Bücherfreunde können sich dabei über die hochwertige Aufmachung mit Tiefdruck auf dem Cover freuen.


Sturm des Lichts Cover

Die Handlung

Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende von Diablo III ein. In den hohen Himmeln ist nach dem Kampf gegen Diablo wieder Ruhe eingekehrt und der Schwarze Seelenstein ruht wohl behütet von den Luminarei im Angiris-Ratssaal. Während die Engel nicht ahnen, dass der Stein sie korrumpiert, nimmt Tyrael als Sterblicher seine schädlichen Einflüsse auf die hohen Himmel wahr und kommt daher zu dem Entschluss, dass der Schwarze Seelenstein nicht länger in den hohen Himmeln bleiben darf.

Nachdem der Angiris-Rat sich dagegen entscheidet, stellt Tyrael eine Gruppe von Nephalem zusammen. Diese soll den Seelenstein aus den hohen Himmels stehlen. Statt ihn zu zerstören möchte Tyrael den Stein in Sanktuario, in der alten Stadt der Nephalem verstecken, da dorthin weder Engel noch Dämonen gelangen können. Das Unterfangen gestaltet sich zunächst recht schwer, da die Gruppe aus insgesamt sieben Auserwählten sich zum Einen nicht ihrer Kräfte bewusst ist und zum Anderen nicht wirklich zusammenarbeiten möchte.

Jacob und Shanar

Zu dieser Gruppe gehören der Krieger Jacob und die Zauberin Shanar, deren gemeinsame Geschichte in der Comic-Serie Schwert der Gerechtigkeit behandelt wurde. Die Barbarin Gynvir kennt die beiden bereits, wobei die Beziehung der drei im Buch nicht so ganz aufgelöst wird. Bei zwei weiteren Auserwählten Tyraels handelt es sich um die beiden Horadrim Thomas und Cullen aus Gea Kul, die Deckard Cains Schriften ausführlich studierten. Des Weiteren schließen sich der Totenbeschwörer Zayl mit seinem sprechenden Schädel Humbart und Mikulov, ein Ivgorod-Mönch, den Gefährten an.

Während Tyrael ausgerüstet mit Chalad'ar, dem Kelch des Wissens, und El'druin, dem Schwert der Gerechtigkeit, die Gruppe zunächst in die alte Stadt der Nephalem führt, beauftragt Balzael einen seiner Sicarai-Krieger mit der Verfolgung der Gruppe, um Tyraels Absichten auszuspionieren. Anders als Tyrael verachtet Balzael Sanktuario und die menschliche Rasse, weswegen er den Angiris-Rat unter dem Einfluss des Schwarzen Seelensteins dazu bringen möchte, für die Vernichtung von Sanktuario zu stimmen.

Natürlich verraten wir euch an dieser Stelle nicht, ob die Mission der Auserwählten erfolgreich sein wird, sowie welche Opfer und Prüfungen jeder einzelne von ihnen überstehen muss.

Die Stilistik

Hauptthema

Das Hauptthema des Buches liegt im klassischen Kampf Gut gegen Böse, wobei damit nicht nur gemeint ist, dass sich die hohen Himmel gegen die Kreaturen der Höllen wappnen müssen, sondern auch die Protagonisten immer wieder mit dem richten Weg hadern. So findet sich gerade Tyrael als Sterblicher unter Engeln in einer Außenseiter-Rolle wieder und ist von Selbstzweifeln getrieben, die sich durch die Nutzung von Chalad'ar und das Sehen möglicher Ausgänge der Mission noch verstärken.

Aber auch innerhalb der Gruppe kommt es zu Spannungen und Zweifeln. Gerade wenn Kenyon auf die Hintergrundgeschichten der Protagonisten eingeht, erkennt der Leser schnell, dass keiner von ihnen den idealen, unbefleckten Held darstellt. Selbst Jacob, der bereits El'druin führte, hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und fühlt sich ohne das Schwert der Gerechtigkeit nicht in der Lage diesen Weg zu beschreiten. Zayl hingegen wird schon von der Gruppe, insbesondere Gynvir, gemieden und ist sich aufgrund seiner Vergangenheit mit seiner Liebe Salene nicht sicher inwieweit er die Bestimmung als Totenbeschwörer erfüllen kann. Dies zeigt die Widersprüchlichkeit in den einzelnen Charakteren und macht sie gerade durch ihre Ecken und Kanten greifbar für den Leser.

Während also jeder der Auserwählten langsam zu sich selbst findet, spitzt sich der Konflikt, ob Sanktuario zerstört werden soll, weiter zu. Die Steigerung hin zu Katastrophe erfolgt dann im dritten Teil des Buches, als die Nephalem die hohen Himmel erreichen und es zur Abstimmung innerhalb des Angiris-Rates über das Schicksal von Sanktuario aber auch Tyrael kommt.


Tyrael

Sprache

Nate Kenyon, Autor von verschiedenen Horror- und Science-Fiction-Romanen, lässt auch in Sturm des Lichts seine düstere Schreibweise einfließen und verleiht dem ganzen Buch dadurch mehr Dramatik und Tiefe. Die Atmosphäre der einzelnen Szenen werden zu Beginn jeweils sehr bildhaft beschrieben, sodass der Leser sehr gut in die Geschichte eintauchen kann."(…) und der Wind peitschte um ihre Leiber wie das Heulen einer Todesfee." Die verwendete Sprache ist, durch kurze und prägnante Sätze, einfach gehalten und leicht verständlich.

Der Roman ist in der Er-Form gehalten, da er lediglich die Geschichte der Protagonisten beschreibt, ohne dass die erzählende Person ein Bestandteil des Geschehens ist. Die Erzählinstanz befindet sich in großer Nähe zum Geschehen, da die Erlebnisse sehr detailreich beschrieben und durch das szenische Erzählen zusätzlich intensiviert werden. Dennoch besteht ein begrenzter Winkel auf die Geschichte, durch diesen sich oft überraschende Wendungen in der Handlung ergeben. Besonders die angesprochenen Konflikte der Personen mit ihren eigenen Handlungen lassen auf eine Innensicht des Erzählers schließen und es entsteht eine Verbindung des Lesers mit den Charakteren.

Damit sich der Lesende eine eigene Meinung bildet bzw. die Handlungen der Protagonisten nachvollziehen kann, sind die Kapitel geprägt von einem neutralen Erzählverhalten. Allerdings setzt Kenyon gerade bei den Selbstzweifeln von Tyrael, die er der Gruppe nicht offenbaren kann, die erlebte Rede als Darbietungsweise ein, um seine Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Des Weiteren hebt er die Beziehung der Engel untereinander durch narrative Rückblenden hervor, um den Stellenwert der unterschiedlichen Meinungen zu verdeutlichen.

Inhalt

Auch die bisherigen Geschehnisse im Diablo-Universum, die für das Verständnis des Buches wichtig sind, lässt Kenyon geschickt in den Text einfließen, ohne dabei die Spannung seiner eigenen Geschichte zu vernachlässigen. "Nach dem Sturz des schwarzen Turms war Deckard Cain innerhalb der Gruppe zur Legende geworden, und sie hatten geschworen, zu tun, worum er sie gebeten hatte, bevor er davongezogen war. Seitdem folgten sie sklavisch seinen Lehren und Schriften."

Des Weiteren ist die Handlung des Buches schlüssig in sich und kann somit von Einsteigern, aber auch Diablo-Fans sehr gut gelesen werden. Der Epilog beinhaltet sogar noch eine überraschende Wendung und wird eventuell in Reaper of Souls oder kommenden Romanen aufgegriffen.

Mein Fazit

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