Diablo 3: Reaper of Souls – Hands-On Demo Review gamescom 2013

Diablo 3 Reaper of Souls Wikiseite


Diablo 3: Reaper of Souls – Hands-On Demo Review

von MrJones

Gamescom 2013 – Blizzard bricht mit einer Tradition. Obwohl wir schon auf der PAX East gestaunt haben, dass Hearthstone angekündigt wurde, haben wir eigentlich nicht damit gerechnet, dass Blizzard auch das Addon eines ihrer Premium-Spiele außerhalb der Blizzcon ankündigen würde. Aber schon vor der gamescom war eigentlich klar, dass wir etwas Dickes zu Diablo 3 gezeigt bekommen, nämlich Reaper of Souls.

Auf der Pressekonferenz haben wir dann gleich noch einmal gestaunt, als es nach dem bombastischen Trailer die Ansage gab, dass das Addon sogar schon auf der Messe spielbar sein soll. Also haben wir uns natürlich direkt auf den Weg gemacht, uns Akt 5, den Crusader und vor allem das neue Lootsystem anzugucken.

Was gab es zu sehen?

Am Stand angekommen hatten wir das Glück, uns mit unseren Pressetickets nicht am Ende der Schlange anstellen zu müssen. Denn zeitweise wurden dort mehr als 4 Stunden Wartezeit angegeben. Endlich am ersehnten Rechner angekommen, waren wir wirklich erstaunt, dass es gleich den ersten Teil des neuen Aktes inklusive der neuen Klasse des Crusaders zu spielen gab.

Also nix wie ran an die Maus und die vollen 15 Minuten Spielzeit auskosten, so gut es nur geht. Dabei fiel uns als Erstes das neue Lootsystem ins Auge. Dann haben wir den Crusader auf Herz und Nieren getestet und zum Abschluss sogar noch den kompletten Demo-Teil von Akt 5 angesehen. Also: Was gibt es Tolles in RoS?

Akt 5 – dunkel, düster, Diablo

Wenn ihr euch kurz das Cowlevel "Grafschaft Launebach" von Diablo 3 ins Gedächtnis ruft, könnt ihr davon ausgehen, dass der erste Teil von Akt 5 auf jeden Fall das absolute Gegenteil ist. Es ist dunkel, es ist düster, es ist brutal – und es macht richtig Spaß. Malthael hat ganze Arbeit geleistet. Wir spielen dabei in einer Stadt, welche von den Schergen des Engels des Todes angegriffen wird, welche sich an den Bewohnern gütlich tun.


Diablo 3: Reaper of Souls Diablo 3: Reaper of Souls

Mehr "old school" Diablo-Flair & Klassik geht nicht:
Das düstere Westmarch und Paladin-Nachfahre!


So werden wir gleich zu Beginn damit konfrontiert, wie ein Seelenernter eine ganze Gruppe an fliehenden Bewohnern in Untote verwandelt, die uns dann natürlich an die Plattenrüstung wollen. Da wir aber mit einem Stufe 32 Crusader den normalen Schwierigkeitsgrad spielten, mussten wir keine Sorgen haben, den Gegnern nicht Herr zu werden.

Die Karten sind wie immer äußerst verwinkelt, leider haben wir aber in der Demo keinen zufälligen Dungeon finden können. Die Monstermenge und -stärke ist gut abgestimmt, die Geschwindigkeit und das Gemetzel halten uns immer im Sog und ziehen uns im Spielfluss durch das Level. Akt 5 ist vollständig mit neuen Gegnern bestückt, selbst die Skelett-Bogenschützen haben ein neues Design bekommen. Die Gegner geizen nicht mit visuellen Effekten, lediglich ihr sehr vorhersehbares Erscheinen (so gut wie jeder Knochenhaufen verwandelt sich in einen Mob) war etwas träge. Apropos Skelett-Bogenschützen: diese schießen ihre Pfeile nun ab, während sie sich rückwärts von euch entfernen, was sie sehr klug und reaktiv wirken lässt.


Diablo 3: Reaper of Souls Diablo 3: Reaper of Souls

In der Zakarum Cathedral in Westmarch warten der erste Zwischenboss,
die Death Maiden, und ein mysteriöser dunkler Orb (siehe Video unten)


Spielen konnten wir die Demo bis zum zweiten Zwischenboss, der auch gleich mit einer kleinen Mechanik aufwartete. Um ihn zu besiegen, mussten wir vorher einige Knochenhaufen zerstören, die über die Zeit doch eine beachtliche Menge an Gegnern spawnen ließen. Aber auf Normal war das alles natürlich kein Problem, Heiltränke haben wir keine benutzen müssen.

Crusader – Barbar in Platte

Und dass wir es hier mit teilweise sehr vielen Gegnern zu tun hatten, kam dem Crusader sehr gelegen. Diese Nahkampfklasse mit mittlerer Reichweite füllt eine Lücke, die auch Blizzard in Diablo 3 gespürt hat. Denn neben dem Barbar fehlte es den Entwicklern an einer dick gepanzerten Nahkampfklasse mit der Möglichkeit, Schilde sinnvoll einzusetzen.

Und genau das haben sie mit dem Crusader erreicht. Der Gute sieht so dick eingepackt aus, dass man ihn eigentlich ohne Bedenken in jede Gegnergruppe schickt. Dort teilt er dann sowohl mit seiner Waffe, als auch mit seinem Schild und einigen mächtigen, sehr an den Paladin erinnernden Zaubern aus. Als Ressource nutzt er Zorn, welcher sich durch die Hauptangriffe aufbauen lässt und durch Spezialangriffe sowie Zauber verbraucht wird. Dabei bleibt uns der Zorn erhalten, auch wenn wir längere Zeit nichts tun. Er baut sich also nicht einfach wieder ab.


Diablo 3: Reaper of Souls

Der neue Held ist eine fortgeschrittene Version des Diablo 2 Paladins


Die Fähigkeiten des Crusaders sind dabei sehr, sehr cool. Leider hatten wir in der Demo nur eine sehr begrenzte Auswahl und konnten auch im Fähigkeiten-Fenster nicht schauen, was es an Alternativen oder späteren Angriffen geben wird. Auch bei den Runen war nur jeweils eine ausgewählt. Trotzdem hat uns das, was Blizzard uns vorgelegt hat, sehr gut gefallen.

So z.B. die Fähigkeit Falling Sword. Bei dieser springt der Crusader für einen Moment einige Meter hoch in die Luft und lässt sich dann in mitten der Gegnerhorden fallen. Er macht dadurch immensen AoE-Schaden an den Monstern, was nicht nur spektakulär aussieht und effektiv ist, sondern auch riesigen Spaß macht.

Loot 2.0 – Endlich Belohnung statt Frust

Einer der größten Kritikpunkte an Diablo 3 war von Beginn an das Lootsystem. Selten dropten überhaupt gute Gegenstände und noch seltener waren diese dann auch irgendwie für den eigenen Charakter zu gebrauchen. Alles Vergangenheit! – sagt nicht nur Blizzard. Denn Loot 2.0 rockt ohne Ende. Jeder Boss dropt sicher ein Legendary, die Gegner haben zwar weniger Gegenstände dabei, dafür sind diese von besserer Qualität und das Beste: sie passen fast immer irgendwie zur eigenen Klasse.

Das bedeutet jetzt nicht, dass man bei jedem Gegner einen Gegenstand findet, der besser ist als der ausgerüstete, aber allein in der Demo haben wir, obwohl der Crusader schon recht gut ausgestattet war, einige Teile austauschen können. Gelbe Items droppen nun in steter Regelmäßigkeit und während der 15 Minuten haben wir 2 legendäre Gegenstände gefunden.


Diablo 3: Reaper of Souls

Die Iitems legen mächtig zu in D3:RoS, hier der Flechtring


Eines davon ließ ein Schatzgoblin fallen, dem wir über den Weg gelaufen sind. Dieser hatte, um einmal die bessere Qualität des Loots zu verdeutlichen, ein Legendary, 2 gelbe und einen blauen Gegenstand dabei. Schon eine sehr üppige Auswahl. Und vor allem graue und weiße Items haben wir kaum noch gesehen, obwohl diese mit dem Addon ja für das Herstellen von Gegenständen gebraucht werden.

Sicherlich wird sich an der Häufigkeit der guten Drops noch etwas ändern. Es wird sicher auch noch an der Verteilung der Werte auf diesen gearbeitet, aber eines ist klar: Das System hat uns extrem gut gefallen. Man hat endlich das Gefühl, sich die Items, die einem die Bosse hinterlassen, wieder ansehen zu wollen. Man bekommt das Gefühl, belohnt zu werden und vielleicht ist es dann auch endlich wirklich möglich, Diablo 3 ohne das Auktionshaus mit Spaß zu spielen. Blizzard hat mit Loot 2.0 eines der größten Probleme von D3 beseitigt und in unseren Augen den Spielspaß massiv verbessert.

Und sonst?

Diablo 3: Reaper of Souls

Der neue Endboss heisst Malthael


Storytechnisch hat uns Blizzard kaum etwas verraten. Malthael hat den Black Soulstone geklaut und scheint der Oberbösewicht des Addons zu werden. Ansonsten haben wir außer Tyrael keinen Bekannten getroffen. Und auch die anderen Features hat man uns nicht anschauen lassen. Verzaubern, Transmogrifizieren, Loot Runs… Nichts davon war in der Demo enthalten.

Fazit

Und trotzdem hat uns die Demo wirklich begeistert. Es könnte gut sein, dass Reaper of Souls mit Diablo III das macht, was Lord of Destruction mit Diablo II geschafft hat. Denn seien wir mal ehrlich: D2 wurde auch erst mit dem Addon so richtig gut. Wenn Blizzard und vor allem der neue Game Director Josh Mosqueira es richtig anpacken, wird D3 einen gewaltigen Schritt nach vorne machen.

Wir haben große Hoffnung, dass mit Reaper of Souls ein echtes Diablo-Revival einsetzen wird. Blizzard hat die richtigen Punkte angepackt, hat mit der düsteren Umgebung von Akt 5 den Wunsch einiger Fans getroffen und mit der neuen Crusader-Klasse definitiv für ordentlich Spielspaß gesorgt. Alles ins allem: das Addon wird wirklich episch!



Anhang

Infos, Bilder und Video zu Diablo 3: Reaper of Souls

Unsere grosse 'Reaper of Souls' Wikiseite mit vielen Infos, Bildern und Videos zum ersten Diablo 3 Addon findet ihr hier!

gamescom 2013 Diablo 3: Reaper of Souls Hands-On Demo im Video

In diesem Video zeigt Blizzard den neuen Kreuzritter-Helden in der Demoversion, die auch die Presse und die Messebesucher spielen konnten.


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