Diablo 3: Der Dämonenjäger


"Sie trat aus den Schatten, die die untergehende Sonne warf und verlor keine Zeit, sich auch den restlichen meiner Angreifer zu entledigen. Ihre Hände führten Zwillingsarmbrüste, die einen glühenden Strahl an Bolzen über meinen Kopf hinwegfegen ließen, mit dem sie die schwerfälligen Monster eindeckte. Jeder Schuss fand sein Ziel in einem der gehörnten Biester und eine Menge von Ihnen ging nieder."Abd al-Hazir


Der Dämonenjäger ist eine Fernkampfklasse, die Treffsicherheit-Fähigkeiten mit akrobatischen Manövern und Fallenstellen vereint, um die Mächte der Hölle auf eher taktische Art und Weise zu bekämpfen. Fähigkeiten wie Molten Arrow und Mulitshot helfen dem Dämonenjäger, Feinde aus der Ferne zu attackieren, während ausgeklügelte Fallen es möglich machen, zusätzlich Feinde ausserhalb seiner (Nahkampf-)Reichweite anzugreifen. Um sein Arsenal zu komplettieren, setzt er ausserdem Schattenmagie für seine Attacken ein – erlernt durch Beobachtung genau jener Ungeheuer, deren Zerstörung sein Ziel ist.


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Hauptcharakteristika des Dämonenjägers

Fernkampfwaffen

Dämonenjäger können das Schlachtfeld mit einem wahren Hagel aus Pfeilen und Projektilen eindecken oder weit entfernte Feinde mit einer Treffsicherheit ausschalten, von der andere Helden nur träumen können. Ihr Arsenal umfasst Langbögen, Granaten, Wurfwaffen und sogar beidhändig geführte Armbrüste.

Fallen

Wenn sie sich auf die Jagd von ganzen Dämonenscharen oder riesigen Monstern begeben, die ihnen an Stärke weit überlegen sind, bereitet sich ein umsichtiger Jäger gewissenhaft vor. Indem man seine Gegner in Minen, Krähenfüße oder stählerne Trittfallen lockt, kann man sie entscheidend schwächen und für einen leichten – und sicheren – Sieg sorgen.

Schattenmagie

Um ihre Chancen gegen die Mächte der Brennenden Höllen zu verbessern, bedienen sich Dämonenjäger fragwürdiger Magie. Sie können sich in Finsternis hüllen, gegnerische Angriffe vereiteln und von Schatten zu Schatten schlüpfen, um sich an ihre Beute heranzuschleichen.

Kampftaktiken

Alle Dämonenjäger tragen die Narben und Wunden ihrer Vergangenheit und verspüren, trotz des Lebens, für das sie sich entschieden haben, kein Verlangen, erneut zu leiden. Jäger halten ihre Feinde mit Lähmungspfeilen oder Bolas, die diese fesseln und verlangsamen, auf Distanz und werfen Rauchbomben, um ihren Rückzug zu sichern, wenn Gegner ihnen zu nahe kommen.


Klassenguides

Ihr seid neben der Geschichte und den Grundinfos zum Diablo 3 Dämonenjäger auch an umfangreichen Klassenguides mit vielen Tipps und Tricks zu Attributen, Fähigkeiten und Skillungen interessiert? Dann möchten wir euch gerne einige ausgewählte Guides ans Herz legen, denn diese können euch sicher noch die ein oder andere Anregung für euren Dämonenjäger geben.

Zu den Diablo 3 Klassenguides »

Fertigkeiten & Fertigkeitenrechner

Alle aktiven und passiven Fertigkeiten des Dämonenjägers, inklusive aller Runeneffekte mit ihren deutschen und englischen Bezeichnungen, sind unter den folgenden Links zu finden:


Ressourcen-System

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Die Ressourcen des Dämonenjägers sind Hass & Disziplin (engl. Hatred & Discipline). Dem hybriden Charakter entsprechend ist das System zweigeteilt, wobei die Hass-basierten Skills mehr als die Disziplin-basierten angewendet werden können. Hass-basierte Fertigkeiten sind in der Regel mit den Bogen-Attacken und "Burst"-Schaden verbunden, während Disziplin-basierte Skills in erster Linie auf Fallen und die Vorbereitung fokussiert sind.

Hass regeneriert sich schnell und funktioniert ähnlich wie die Arkane Macht des Zauberers. Disziplin hingegegen regeneriert sich langsam und ähnelt dem Mana des Hexendoktors. Desweiteren sind die Hass-basierten offensiven Fertigkeiten – ähnlich dem Wut-System beim Barbaren – in Hass-Generatoren und Hass-Verbraucher aufgeteilt. Der Dämonenjäger muss für konstant hohen Schaden daher eine gesunde Mischung aus Hass-Generatoren und -Verbrauchern einsetzen.


Ausrüstung für den Dämonenjäger

Dämonenjäger trainieren den Einsatz einer Vielzahl unkonventioneller Kombinationen von Waffen- und Kampfstilen, die allein ihnen zur Verfügung stehen, um die Finsternis aufzuhalten. Sie sind Meister der Handarmbrust – einer schnell nachladenden und feuernden Fernkampfwaffe, mit der sie Dämonen so lange mit Bolzen spicken, bis sie Ähnlichkeit mit ihren Köchern haben. Dämonenjäger sind in der Verwendung der Handarmbrust so geübt, dass sie sogar zwei dieser Waffen gleichzeitig führen können, womit sich die Anzahl der Pfeile in der Luft verdoppelt und ihre Feinde noch schneller dahingerafft werden.

Unter den folgenden Links findet ihr grundlegende und fortgeschrittene Infos zur Ausrüstung für den Dämonenjäger:


Steigerung der Rüstung

Unerfahrene Jäger tragen leichtes, flexibles Leder, um Handgelenke und Hals zu schützen, sowie Kapuzen, um ihr Gesicht zu verbergen und mit den Schatten zu verschmelzen. Vor der Sonne mag sie das schützen, mehr aber auch nicht.

Verbesserte, kunstfertig hergestellte und eng anliegende Rüstungen gewähren jedoch gesteigerten Schutz. Bei ausgezeichneten Materialien machen selbst die pragmatischsten Jäger Zugeständnisse bezüglich Verzierungen auf Beinplatten und Umhängen.

Mächtige Rüstungen sind mit Haken, Stacheln und Gesichtschützern ausgestattet, die das Sehfeld scharfäugiger Jäger nicht einschränken und trotzdem ihre lebenswichtigen Organe schützen. In diesem Rüstungstyp kann man eine geradezu unglaubliche Anzahl an Pfeilen, Krähenfüßen und Gerätschaften verstecken.


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Geschichte

Die Dämonenjägerin nennt das trostlose Gebiet der Dreadlands ihre Heimat. Ihr Leben hat sie ausschliesslich der Rache gewidmet, und an den hier beheimateten Dämomen schärft sie ihre Fertigkeiten. Das Leben der Dämonenjägerin war jedoch nicht immer so. Sie lebte ein normales Leben bis Dämonen ihre Heimat angriffen. Nachdem sie in die Schatten geflohen war, musste sie mit ansehen, wie die Dämonen ihre Stadt dem Erdboden gleich machten und ihre Lieben abschlachteten. Während sie sich versteckte, erschien eine mysteriöse Frau, tötete die Angreifer und rettete ihr damit das Leben. Nachdem sie das schreckliche Martyrium überlebt hatte, wurde das Mädchen als Dämonenjäger rekrutiert – eine Vorgeschichte, die sie mit all ihren Brüdern und Schwestern teilt.

"Sie nennen sich selbst die Dämonenjäger, eine Gruppe fanatischer Krieger mit einem einzigen Ziel: die Vernichtung der Kreaturen der Brennenden Höllen. Die Zahl der Dämonenjäger geht in die Hunderte und ihre Heimat liegt im Reich des Schreckens. Dort können sie leben und trainieren, ohne die Einischung anderer Nationen, die sich sorgen könnten, derartig furchterregende Wesen in Ihrem Reich umherstreifen zu haben (obwohl zu jeder Zeit die Hälfte von Ihnen ausgesandt ist, wie dieses Mädchen, um die Brut der Hölle zu suchen). Es gibt etwas in jedem Dämonenjäger, was ihn darin bestärkt, der dämonischen Verderbnis zu widerstehen, die normale Krieger in den Wahnsinn treiben würde. Sie ziehen diese Macht heran, um der Verderbnis nicht nur zu widerstehen, sondern sie als Waffe für sich zu nutzen. Aber ihre Mission und ihre Macht sind nicht alles, was sie miteinander verbindet. […] Sie sind Überlebende und sie suchen nach Vergeltung."Abd al-Hazi

Offizielle Hintergrundgeschichte des Dämonenjägers

Jene, die sich als Dämonenjäger bezeichnen, sind weder ein Volk noch eine Nation. Sie sind keinen Königen zur Treue verpflichtet. Sie sind ein Überbleibsel – ein Echo – jener, deren Leben durch Höllengeburten vernichtet wurde. Die meisten Flüchtlinge, deren Häuser verbrannt und deren Familien von Dämonen dahingeschlachtet wurden, haben sich aufgegeben – doch einige wenige begruben ihre Toten, schlossen sich zusammen und schworen Rache.

Trotz ihrer geringen Zahl verfolgen sie Dämonen und treiben sie in der Hoffnung in die Enge, dass schon die Rettung eines einzelnen Lebens die Welt zu einem besseren Ort macht. Am Ende eines Jagdtages werden die meisten von ihnen jedoch immer noch von Albträumen heimgesucht, in denen sie die Schrecken, die sie zusammenführten, wieder und wieder durchleben: blutverkrustete Klauen und Männer und Frauen, die in ihrem eigenen Blut ertrinken.

Was Dämonenjäger in wachem Zustand sehen, unterscheidet sich kaum davon. Doch nun, in der Gegenwart, besitzen sie endlich die Kraft, sich zu rächen.

Sie wagen es nicht, von Sieg oder gar Frieden zu träumen. Und doch jagen sie weiter. Es ist das Einzige, was sie tun können.


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Literatur

Kurzgeschichte: Hass und Disziplin

Zum Dämonenjäger ist bei Blizzard die Kurzgeschichte Hass und Disziplin erschienen, die ihr hier im offiziellen Diablo Blog findet.

Entwicklung

Der Dämonenjäger war die letzte für Diablo 3 vorgestellte Klasse, obwohl sie der erste Charakter war, an dem die Arbeiten begannen. Die Klasse durchlief zahlreiche Änderungen, inklusive einer tiefgreifenden direkt vor der BlizzCon 2009. Die Vorstellung sollte ursprünglich auf dieser Hausmesse erfolgen, sie wurde dann aber zwecks Überarbeitung zunächst auf Eis gelegt und der Mönch an ihrer Stelle enthüllt. Von Anfang an stand fest, dass es ein Bogenschütze sein sollte, wobei das Originalkonzept der Klasse ein eher klassischer Fernkämpfer war. Die Entwickler hatten schnelle, dolchähnliche Attacken hinzugefügt, jedoch hinterliess diese Änderung mehr und mehr ein Fernkämpfer-untypisches Spielgefühl. Man verwarf die ganze Idee und das Entwicklerteam begann wieder ganz von vorn, wobei die Klasse einen dunkleren Charakter erhalten sollte. Das Originalkonzept des Dämonenjägers war ein richtiger Dämon. Man besann sich aber bald eines anderen, da die Idee im Widerspruch zur Kerngeschichte des Diablo-Franchise stand: Die Menschheit gegen alle anderen. Stattdessen wurde er ein Mensch, der dämonische Features besitzt – insbesondere den Arm eines Dämons. Aber selbst dieses kleine Extra schien zu merkwürdig und verlieh der Klasse einen Nahkampfcharakter, den man vermeiden wollte. Aus dieser Version ging schliesslich der vollständig menschliche Dämonenjäger hervor, mit einem eleganten, sexy Aussehen, einer dunklen Vergangenheit und Rachegedanken als Triebfeder seines Handelns. Auf der BlizzCon 2010 vorgestellt, komplettiert der Dämonenjäger jetzt das Heldenquintett im Kampf gegen die Brennenden Höllen. Die Vorstellung des männlichen Dämonenjägers, der die insgesamt 10 neuen männlichen und weiblichen Diablo 3-Helden komplettiert, erfolgte im Februar 2011.

Als fünfte und letze Charakterklasse wurden die Dämonenjäger auf der BlizzCon 2010 angekündigt wurden, die sich seitdem bei den Diablo 3 Fans größter Beliebtheit erfreuen. Doch dadurch, dass sie erst vergleichsweise spät gezeigt wurden, ist bislang nur wenig über sie bekannt und Blizzard lässt Geheimnisse bekanntlich lange Geheimnisse bleiben. Wie die anderen vier Charaktere auch, soll der Dämonenjäger ein ganz eigenes Energiesystem bekommen, das sich individuell an die Spielweise des Charakters anpasst.

Auf dem Presse-Event im August 2011 stellte Blizzard das Ressourcen-System des Dämonenjägers vor. Entsprechend der ambivalenten Natur des Helden ist es zweigeteilt, was zum einen ein Novum und zum anderen strategisch sehr interessant scheint. Die offensiven und die defensiven Fertigkeiten werden aus den beiden folgenden Quellen gespeist:

  • Hass wird für die Angriffsfertigkeiten verwendet und baut baut sich schnell wieder auf, wodurch der Dämonenjäger auch starke Angriffe schnell hintereinander verwenden kann ("Burst"-Schaden).
  • Disziplin wird für die defensiven Fertigkeiten, Fallen und Vorbereitung verwendet und regeneriert sich im Gegensatz zu Hass nur langsam. Diese Mechanik zwingt den Dämonenjäger, die damit verbundenen Skills wohlüberlegt einzusetzen und ggf. abzuwarten, bis es wirklich brenzlig wird.

Im Laufe der Friends & Family Beta im September 2011 wurde das Ressourcen-System des Dämonenjägers modifiziert, da die Generierung von Hass zu unausgewogen war. Es blieb nach wie vor bei der Zweiteilung in Hass/Disziplin, jedoch wurden die Hass-basierten offensiven Fertigkeiten – ähnlich dem Wut-System beim Barbaren – in Hass-Generatoren und Hass-Verbraucher aufgeteilt sowie die Schadenswerte erheblich geändert. Der Dämonenjäger macht nun vom Start weg ausgewogen viel Schaden, muss aber auch eine gesunde Mischung aus Hass-Generatoren und -Verbrauchern einsetzen.


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